Gemeinsame Stellungnahme mit dem Naturschutzbeirat zur ökologischen Zwillingskrise: Klimawandel und Biodiversitätsverlust

KI-Bild (eigens generiert)

Klimawandel und das Fortschreiten des Artensterbens bedingen einander wechselseitig und müssen zwingend als globale Zwillingskrise gemeinsam gelöst werden. In einer gemeinsamen Stellungnahme an die Landesregierung fordern der Naturschutzbeirat und der Wissenschaftliche Klimabeirat Brandenburg (WKB) konkrete Weichenstellungen für die anstehende Weiterentwicklung des Brandenburger Klimaplans und die Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung (W-VO).

Bürokratieabbau darf dabei nicht auf Kosten fachlicher Schutzstandards gehen, sondern muss Vorgaben an tatsächlicher ökologischer Wirksamkeit ausrichten, wobei Land und Kommunen auf eigenen Flächen als Vorbild vorangehen sollten. Da in Brandenburg 34 von 39 FFH-Lebensraumtypen einen ungünstigen bis schlechten Erhaltungszustand aufweisen, mahnen die Beiräte die zügige Fortschreibung des Maßnahmenprogramms Biologische Vielfalt zu einem verbindlichen Landes-Aktionsprogramm im Sinne der Daseinsvorsorge an. Zudem muss die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2027 mit den Zielen der W-VO verzahnt werden: Statt pauschaler Flächenprämien fordern die Gremien eine verbindliche Mittelbindung (Ringfencing) für konkrete, ergebnisorientierte Naturschutzleistungen sowie die Stärkung bewährter regionaler Ansätze wie des Vertragsnaturschutzes und kooperativer Agrarumweltmaßnahmen.

Die vollständige Stellungnahme zum Download.